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Brüssel die fünfte

So was, jetzt hab ich mir auch noch den Magen verrenkt. Aber so isses halt wenn man als guter Schwabe alles auf isst. Ich hätte glaub ich das Essen am Sonntag Abend nicht essen sollen. Naja, aber so isses halt. Da man hier eh nix machen kann ists nicht die schlechteste Alternative heute früh ins Bett zu gehen. Und vielleicht verlier ich auf diese Weise ja das ein oder andere Kilo :-)

Ach wie gern würd ich jetzt ins Caligari gehn…

Brüssel die vierte

Hmmm also Hotelbar ist auch nicht meins. War jetzt gerade nochmal unterwegs, was anderes suchen. Schließlich Universität in der Nähe, muss es ja was geben.

War wohl wunschdenken. Muss halt die Hotel Minibar dran glauben.

Ach ja, hätt ich fast vergessen, das Geheimnis der beiden gleichnamigen Strassen hat sich gelüftet. Das Geheimnis war: Postleitzahl. Tatsächlich, die ist unterschiedlich.

Ach wie gern würd ich jetzt tanzen gehn…

Brüssel die dritte

Ich habs gewusst, ich habs gewusst.

Obwohl, ich muss zugeben sie konnten nix dafür. Aber der Reihe nach. Als ich heute morgen pünktlich um 9.00 Uhr beim Kunden war wusste die Sekretärin tatsächlich nix von meinem kommen. Und die Herren waren auch noch nicht da. Aber, zu Ihrer Ehrenrettung muss ich sagen das heute hier Schnee Chaos war! Es hat ohne ende geschneit (also gut, es liegen so ca. 10cm Schnee). Und wie ich heute erfahren habe hat der gemeine Belgier keine Winterreifen. Also geht nix mehr auf den Strassen.

Und dann hab ich noch erfahren das die Belgier, und speziell die Brüsseler sehr nette und hilfsbereite Menschen sein sollen. Immerhin ist in Brüssel so ein bisschen EU und auch die NATO hat sich hier breitgemacht. Anscheinend werden in Brüssel 220 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. Nur die Flamen können die Brüsseler Wallonen wohl nicht ausstehen. Tja, da hat mich mein Taxifahrer gestern wohl für nen englisch sprechenden Flamen gehalten.

Abendessen fällt in Ermangelung von Alternativen aus. Heute mal gucken was die Hotelbar so hergibt. Aber wenn dort das Preisniveau ähnlich wie im Restaurant ist kann ich mir nur ein Bier leisten :-(

Brüssel die zweite

Nein!!!

Keine Bessere Laune!!!

an und für sich mag ich ja gegrilltes, aber eben gegrilltes und nicht angebranntes. Das Essen war ne Katastrophe. Erst hab ich mich ja gefragt warum scharfes Ketchup überall auf dem Teller verteilt ist. Ich habs dann aber schnell gemerkt. Ohne das konnte man es nicht essen. Und wie man es schafft Lachs zäh hinzubekommen wird wohl auf ewig das Geheimnis des Kochs bleiben, weil ich wills gar nicht wissen!!!

Als der Kellner mir dann die Rechnung gebracht hat und ich versucht habe ihm zu erklären das ich das Restaurant nicht kaufen will sondern nur mein Essen bezahlen wurde er unfreundlich. Naja stimmt gar nicht, gelogen. Unfreundlich war er auch schon vorher!

Vielleicht find ich morgen ja ne Frittenbude, dort kanns nicht schlimmer sein, und vielleicht ists da ja sogar billiger. Schliesslich sind die Belgier doch die Erfinder der Fritten!

So jetzt schau ich auf youtube nach Emily Autumn schliesslich muss sich das umsonst Internet hier ja lohnen!

Brüssel

Jetzt also Brüssel. Zum Jahresanfang hätt ich mir schon was anderes vorstellen können, aber gut, so isses halt. Ich hatte eh keine Chance mich zu wehren.

Also bin ich heute mit dem Zug nach Brüssel gefahren. Ich fahr ganz gern Zug und bis auf den halbstündigen Aufenthalt in Frankfurt/Main Flughafen Fernbahnhof ist da auch alles glatt gelaufen. Da ich mittags losgefahren bin hab ich mir von Stuttgart aus gleich einen Platz im Bistro ergattert. Zum Mittagessen gabs dann Chili Con Carne ala Mitropa. Ich muss ehrlich sagen das war gar nicht schlecht.

Ok, dann in Brüssel ein Taxi genommen zum Hotel. Ich hab noch nie einen so unfreundlichen Taxi Fahrer erlebt. Ich hatte schon welche die mich über Ohr gehauen haben, oder welche die sauer waren weil sie zu wenig Trinkgeld bekommen haben oder sowas. Aber einen der die ganze Fahrt nix spricht und beim Bezahlen nur völlig unverständlich vor sich hinmuffelt, das ist schon hart. Selbst die Taxi Fahrer in Stuttgart sind deutlich netter! Also wenn Alle Belgier so sind wunderts mich nicht das die Flamen und Wallonen eigene Staaten haben wollen. Das kommt davon wenn man sich nur anmuffelt.

Im Hotel hab ich dann den Portier gefragt ob er mir sagen kann wie ich zum Kunden komme, das muss schliesslich ganz in der Nähe sein. Der war tatsächlich freundlicher, aber wo die Strasse ist wusste er leider nicht. Na gut dafür gibts hier wenigstens Freies Internet. Ich also im Internet geschaut und was is? Die Straße ist keine 2km von hier. Also ich los und mir das ganze mal angucken. Nachdem ich mich dann verlaufen hatte und ich nach ner dreiviertel Stunde doch noch die Straße gefunden hab stand ich dann vor einem Einfamilienhaus. Hübsch. Auch ein hübscher Garten! Aber wohl kaum das richtige für die Belgische Niederlassung einer international tätigen Firma.

Also nochmal Hotel, nochmal Internet. Ok. Also in 500m Entfernung vom Hotel gibts nochmal ne Straße mit gleichem Namen! Ehrlich war!!! Die beiden sind nicht miteinander verbunden oder sowas. Einfach zwei Straßen mit dem selben Namen. Prima! Warum der Portier allerdings ne Strasse die 500m vom Hotel entfernt ist nicht kennt würd mich eigentlich schon mal interessieren. Als ich ihn fragen wollte war er leider nicht mehr da.

Und jetzt bleibt mir für heute Abend nicht mal was anderes als hier im Hotel zu Essen. Denn das ist hier nicht Brüssel sondern irgendein Randbezirk. Immerhin wenn das hier so weitergeht hab ichs nicht weit zur Klinik. Die Universitätsklinik St. Luc ist 100m vom Hotel entfernt.

Ich bin mal auf Morgen gespannt. Ich könnte Wetten das mein Ansprechpartner nicht da ist (das war er die Wochen vor Weihnachten nämlich auch nicht, und keiner wusste wo er war) und auch sonst keiner weiß das ich komme (das war die Wochen vor Wei… ja ja, ich muss mich wiederholen)

So jetzt Essen, vielleicht bessert sich meine Laune ja noch.

Mietwohnungen

Also so vom Prinzip her find ich Mietwohnungen gar nicht schlecht. Ab und an ist man gezwungen umzuziehen und dabei mistet man dann auch aus. Alles was im Keller oder sonstwo steht, was man schon lange nicht mehr in der Hand hatte und an dem nicht gerade das Herz hängt kann weg. So mache ich das zumindest.

In der letzten Woche habe ich zusammen mit meiner Schwester und deren Freund das Haus meines Vaters leergerämt. Also eigentlich nur den Dachboden da der Rest vermietet ist. Zuerst dachten wir ja noch das es das ein oder andere Brauchbare dort oben gibt. Aber weit gefehlt. Und nachdem wir dann erstmal das ganze Holz aus dem Fenster geworfen hatten war klar, mit normalen PKW’s werden wir dieser Menge nicht mehr Herr. Also haben wir einen 10 (in Worten zehn) Kubikmeter Container gemietet. Und der war nachher bis oben voll mit dem Holz.

Bis dahin wars ja eigentlich schon schlimm genug, aber der Dachboden war immer noch voll! Tja da haben wir dann noch einen 10 Kubikmeter Container gemietet. Und auch den haben wir voll bekommen!

Jetzt stapelt sich noch der ganze Sondermüll in der Garage. Das kommt davon wenn man Sammelleidenschaft mit einem Job in der Chemischen Industrie verknüpft. Ich seh ich schon die nächsten Monate am Schadstoffmobil stehen ….

Jetzt warte ich auf die Rechung für die Container und denke so bei mir das die Geschichte mit der Mietwohnung doch so Ihre vorteile hat.

Absolute Giganten

ich hab mir gerade nach langer langer Zeit mal wieder Absolute Giganten angeschaut. Das ist einfach der Film mit dem absolut coolsten Ford Granada Coupe mit Vinyl Dach!!!!!

Und definitiv das aller coolste Tischkicker Spiel aller Zeiten!!!!

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön …

… wenn man viel und vor allem schon morgens trinkt.

Ich fahre in letzter Zeit öfter morgens mit dem Zug von Stuttgart nach Mannheim. Da man im Speisewagen meist Kaffee und eine Sitzplatz ergattern kann versuche ich normalerweise dort unterzukommen. Was mich jedesmal, und auch heute wieder, erstaunt ist das es Fahrgäste gibt die sich morgens um 07.45 Uhr das erste Bier reintun. Da bekomm ich beim zusehen schon würge reiz …

Jesus Christus Erlöser

Das Gesicht füllt die komplette Leinwand. Eingfallene Wangen, dunkelblondes schulterlanges Haar. So sieht man ihn über weite Teile des Films auf der Leinwand. Klaus Kinski hatte am 20. November 1971 die Deutschlandhalle in Berlin gemietet. Dort wollte er einen, von ihm selbst verfassten Text, über Jesus Christus vortragen. Das ganze wurde damals mit der Kamera festgehalten und kommt jetzt als Dokumentarfilm in die Kinos.

Was vielleicht gar nicht so bekannt ist: neben seiner Filmkarriere hat er schon früh Text vor Publikum vorgetragen. Dabei waren Texte von Kurt Tucholsky, Friedrich Nietzsche, François Villon und auch das Neue Testament. Und das konnte er! Das beweist auch dieser Film.

Anfangs meint man eine gewisse Nervosität zu beobachten. Was aber auf jeden Fall deutlich wird ist wieviel ihm dieser Text bedeutet. Später sieht man sogar Tränen in seinen Augen.

Die Vorstellung wird immer wieder durch Zwischenrufe von Zuschauern unterborchen. Kinski flippt das ein oder andere mal aus. Das ist aber fast verständlich, zumal die Zwischnrufe teilweise schon wirklich ziemlich hanebüchen sind (ein Dank an die Tontechnik, die es geschafft hat das man diese versteht, obwohl alles nur über das Mikrofon von Kinski aufgenommen wurde). Einmal kommt ein Zuschauer sogar auf die Bühne und will “jetzt auch mal was sagen”. Wo gibts den sowas?

Auf youtube findet man den ein oder anderen Ausschnitt  dieser Veranstaltung. Schade ist das es bei diesen Ausschnitten immer nur um den Effekt, den Skandal geht.

Alles in allem keine leichte Kost aber wirklich sehenswert!

Reutlingen

Vor einigen Jahren habe ich mal in Reutlingen gearbeitet. Damals hab ich mir vorgenommen mal mit dem Rad dorthin zu fahren. Da ich gewissermaßen dazu verdonnert wurde Überstunden abzubauen, und das Wetter heute wirklich super war bin ich da heute mit dem Rad mal hingefahren. Etwas verschätzt hatte ich mich mit der Strecke, ich dachte so 70 bis 80 Kilometer werdens wohl sein. Naja, nach 94 Kilometern hab ich das Ortsschild gesehen und ca. vier Kilometer später war ich dann auch in der Innenstadt.

Ich bin Ludwigsburg erst mal zum Neckar gefahren. Das ist ganz angenehm weil es eh nur den Berg runtergeht. Von dort kann man dann wunderschön nach am Neckar entlang nach Canstatt fahren. Dort gehts dann über den Wasen zum neuen Mercedes Benz Museum. Wenn man ein wenig Glück hat (ich hatte heute keins) kann man die VFB Kicker beim Training sehen wenn man dort am Platz vorbeifährt. Von dort gings aber auf jeden Fall weiter zur S-Bahn Haltestelle Canstatter Wasen, was alles in allem ziemlich ungeschickt ist. Denn wenn man schon so weit ist hat man den Fahrradweg nach Esslingen verpasst :-( Also nochmal umgedreht. Die Einfahrt zum weg ist ganz hinten auf einem Parkplatz, wenn ich da nicht schonmal gefahren wäre, ich würde jetzt noch danach suchen.

Bis Esslingen fährt man dann meist recht idyllisch am Neckar entlang und so ca. nach den ersten 50 Kilometern ist man dann in Plochingen. Dort dann am Hundertwasser Haus vorbei (auf dem gegenüberliegenden Parkplatz muss man noch mit DM zahlen :-)

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Ich hoffe Sie haben Ihre 5.- DM Münze dabei). So, dacht ich mir, jetzt muss ja langsam der schöne Teil der Strecke beginnen (obwohl ja, wich ich bereits erwähnt habe die Strecke bis jetzt ziemlich idyllisch war). Tja aber was soll ich sagen. Kurz hinter Plochingen (so bei Wendlingen war das glaub ich) fährt man meist direkt an der Strasse, und vom Neckar sieht man dann meist auch nicht viel. Offiziell heisst der Radweg zwar immer noch Neckartalradweg, aber wieso er das tut hat sich mit nicht erschlossen.

Aber weiter im Text. Nach Plochingen kommt man (mehr oder weniger) am Neckar entlang nach Wernau, Wendlingen, Unterensingen, Nürtingen, Neckartailfingen und dann schliesslich nach Neckartenzlingen. Das einzig interessante auf diesem Stück war eigentlich das Schild einer Gastwirtschaft: “Hauseigener Kuchen”.Ich frag mich immer noch was das wohl zu bedeuten hat. Ist der Kuchen Eigentum des Hauses und kann deshalb nur angesehen werden? Oder kam gar ein Gast vorbei und hat aus lauter Dankbarkeit dem Haus einen Kuchen geschenkt? So ein bisschen ärgere ich mich ja jetzt das ich nicht angehalten und gefragt hab. Aber so ist das eben manchmal.

Aufgrund meiner manchmal etwas schwachen Leistung beim Kartenlesen bin ich dann statt nach Mittelstadt nach Bempflingen gefahren, das heisst ich habe die Strecke am Neckar etwas verlassen. Macht aber nix. So bin ich dann über Riederich nach Metzingen und von dort aus nach Reutlingen gefahren. In Riederich hab ich dann, weil ich’s versprochen hatte, meinen Kollegen angerufen. Der war dann total begeistert weil der erste Wohnort den er als alter Bremer im Süddeutschen vereinnahmt hatte war, man glaubt es kaum und ich wusste bis dato wirklich nichts davon: Riederich!!!

Ja und so war ich dann nach 98 Kilometern und einem etwas entäuschenden Schnitt von nur 21,12 Km/H in Reutlingen angelangt.

So, jetzt muss ich mich aber langsam mal ferig machen fürs Kino. Das wird bestimmt grossartig, ein Film über Klaus Kinski: “Kinski - Jesus Christus Erlöser“. Wenn das Wetter morgen nicht so gut ist schreib ich ja vielleicht was drüber …